Bergsteigen in den Alpen

Aufgewachsen am Alpenrand, entstand bei Hermann früh der lebenslang tragende Wunsch, möglichst viel Zeit dort zu verbringen, „wo die Erde nicht so langweilig flach ist“. Mit fünf Jahren führte die erste Wanderung auf den Hirschberg am Tegernsee.
Von München-Harlaching aus die Berge zu erreichen, war nicht immer so einfach wie heute. Umso schöner das Erlebnis, wenn es trotz aller Widrigkeiten glückte: Wenn Hermann mit dem Fahrrad über die heutige A8 Richtung Gebirge fuhr, steckten schon einige Kilometer in den Beinen bevor Felskontakt zustande kam.
Hermann strebt danach, intensiv zu leben. Insbesondere dem Schönen der Natur schenkt er seine Aufmerksamkeit. So verbringt er beispielsweise möglichst jedes Jahr eine Vollmondnacht auf dem Miesing im Mangfallgebirge – zuletzt im Juli 2013.

Felskontakt, dort wo der Berg steil emporragt, war für Hermann und seine Seilgefährten – von denen ihm mehrere bis heute geblieben sind – die Faszination schlechthin.
Er ist dankbar für das Erlebte auf jeder Tour. Dankbar auch für all jene, mit denen er die vielen Wege teilt.

Jedes Gebirge hat seine Eigen- und Besonderheiten: Extrem fester Kalkfels im Wilden Kaiser, der aber doch mal bröseln kann. „Bruch“ im Karwendel, wo es auch Kompakt-Festes gibt. Vorwiegend Senkrechtes in den Südlichen Kalkalpen, in den Dolomiten und ganz anders der grob-strukturierte Granit & Co. in den Zentral- und Westalpen. Dort ist der Fels-Unterbau bislang auch im Sommer weitgehend noch in Schnee und Eis gekleidet. Die Drei- und Viertausender bieten eine höhere Dimension für den klassischen Allround-Bergsteiger.

Weltgebirge-erfahrene Menschen, wie Yvon Chouinard oder Royal Robbins, fragen zurecht: „Wisst ihr überhaupt, daß eure Alpen das schönste Gebirge der Welt sind – mit unglaublicher Vielfalt auf relativ kleinem Raum.“

In der Bildergalerie Bergsteigen in den Alpen zeigt Hermann „unsere Alpen“ in ihrer großen Vielfalt, die uns oft so selbstverständlich erscheint.