Fanny mit Hanfseil am Ruchenkopf

Ruchenköpfe (1805 m), Rotwandgebiet, Mangfallgebirge, 1947-51.

In ihrer Zeit am Taubenstein-Haus hatte Fanny eine enge Beziehung auch zu den Kletterfelsen der Ruchenköpfe.
Hier sitzt sie fröhlich, nach einem der Südwand-Klassiker, wie dem Dülfer-Riss, am Gipfelkreuz. Es gab zunächst nichts an Ausrüstung zu kaufen. So strickte sie sich als Kletterschuh-Ersatz Socken aus Hanfschnur. Der Hüttenwart Sepp Schmidbauer besaß ein altes Vorkriegs-Hanfseil, das er nur ungern verlieh.

Kleiner Exkurs in eine andere Szene:
Mitten im Winter, im Februar 1948, wollte die Fanny mit ihrem Freund Sepp Huber klettern gehen. Als ihm, vorauskletternd im Dülferriss, schon kurz unter dem Gipfel, ein voll belasteter, grosser Griff ausbrach, stürzte der 1.90-Meter-Mann frei durch die Luft, ohne Zwischensicherung mehr als 40m – kaum eine Chance für die ganze Seilschaft. Wie das letztlich noch „gut“ gehen konnte, bleibt mir bis heute fast rätselhaft. Jedenfalls war das eine ganz wilde Sache.

Galerien: Familienleben.

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