Robert Lusser und seine Sicherheitsbindung am Messestand der ISPO

ISPO Sportfachmesse München, Winter 1963 oder ’64.

Die erste technisch höher entwickelte Sicherheitsbindung wird von ROBERT LUSSER  (links im Bild)  präsentiert. Im Gegensatz zu bisherigen „kugel-verrasteten“ Sicherheitsbindungen hatte Lusser 1961 – angestossen durch seinen Achillessehnen-Riss mit einer marktgängigen Bindung – für Vorder- und Fersen-Auslösung eine „langhubige“ Auslösetechnik entwickelt. Als hochkarätiger Luftfahrt-Ingenieur fand er neuen Zugang zur Materie. Die Bindung hatte keine verstellbaren, sondern Benutzer-individuell definierte Auslösewerte. Sie war zwar sicherer als Bisheriges, hatte jedoch Nachteile, wie eine zu geringe Fersenfreiheit beim Touren-Aufstieg. Die Idee fand später auch bei Marker Gefallen.

 

Galerien: Ski-/Bindungen.

2 Kommentare an “Robert Lusser und seine Sicherheitsbindung am Messestand der ISPO”

  1. Jörg Kägi 23. März 2015 08:14 #

    Um das Jahr 1966 beschlossen drei Mitarbeiter unserer Firma (SBB) neue moderne Skis zu kaufen. Wir kamen auf den ersten Kunststoffski, den Rossignol entwickelte. Der damalige Sicherheitsbeauftragte unseres Betriebs war auch ein angefressener Alpin-Skifahrer und immer auf dem neusten Stand der Dinge. So empfahl er uns die Lusser Bindung. Die wir uns damals auf die neuen Skis montieren liessen. Als aktiver Leichtathlet (10 Kämpfer) und nachmaliger Trainer in der Leichtathletik, hatte ich von jeher ein Flair für Biomechanik. Die Vorzüge der Lusserbindung leuchtete mir auf Anhieb ein. Sie war ja auch ein Quantensprung bezüglich Sicherheit. Nur die Mode-Fetischisten hatten Mühe mit der nicht verkleideten Ausführung der Bindung (weil man die Federn sehen konnte?!). Sie begriffen die Funktionsweise nicht. Damals musste ein Paar Ski bei unseren Löhnen, einige Jahre halten und man konnte sich nicht jedes Jahr die neusten teuren Skis leisten. So in den 80ern kauften sich viele Skifahrer (in der Szene war das geradezu ein muss) fast jedes Jahr einen neuen Ski. Auf jeden Fall hatten wir viele Jahre unfallfreie Freude beim Skifahren. Ich kann mich auch an diverse Touren erinnern, obwohl die Spezialisten die zu niedrige Fersen-Freiheit kritisierten.

  2. Giselher Mätschke 22. Januar 2017 19:57 #

    Ich habe beim „Stöbern“ auf meinem Dachboden noch ein Paar alte Ski mit Lusser-Bindung (von meiner Studeienzeit) gefunden.
    Da es die nach meiner Kenntnis nur wenige Jahre gab finde ich sie zu schade zum Wegwerfen.
    Vielleicht kennen Sie einen Sammler etc,. der so etwas noch sucht,
    Würde das gerne (natürlich kostenlos gegen Abholung oder Versandkostenerstattung) zur Verfügung stellen.

    Vielen Dank für Ihre Bemühungen
    Giselher Mätschke
    Feuchtwangen

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