In der Peters/ Eidenschink Führe der Totenkirchl-Westwand

Peters/ Eidenschink-Führe, Totenkirchl-Westwand, Wilder Kaiser, Tirol, September 1951.

Mit Willi Spöckmeier (damals 19)  bin ich in dieser schönen Direkt-Verbindungsroute der Piaz- & Dülfer-Westwand von 1943 unterwegs, die erst einzelne Wiederholungen  hat.
Den aufwärts-Riss nach schwierigem Seilquergang habe ich geschafft, den nächsten Standplatz schon fast “in der Hand”, als ein Haken ausbricht, mein Sturz macht einen kleinen “Reißverschluß” auf. Ich hänge 15 Meter tiefer in fugenlos glatter, senkrechter Platte, während Willi, das kaum 60 kg-Manndl oben, ohne Tritt, nur an zwei Haken in einer Schlinge stehend, den Sturz halten kann und hilflos zu mir herunter starrt. Ohne Prusikschlingen und sonstige Hilfsmittel, nur eingeschnürt & frei in den Seilen hängend, ist Eile angesagt. Einzige Möglichkeit: Klimmzug an einem Seil, während Willi das andere einzieht – und anstrengend so weiter, bis ich wieder am Quergangs-Ende bin. Das war nur möglich, weil ich den Quergang zuvor, total abnormal, an einer langen 6mm-Hanf-Reepschnur gemacht hatte.  So standen mir aber beide Seile nach dem Sturz für die “Klimmzug-Taktik” zur Verfügung.
Der Rest des Tages: Eine längere Geschichte.

Photo: Gerhard Haller

 

Galerien: Bergsteigen in den Alpen.

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